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Rotterdam

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in Rotterdam

 

Die niederländische Küstenstadt Rotterdam ist bekannt dafür, Heimat des berühmten Humanisten Erasmus von Rotterdam gewesen zu sein, sowie den größten Seehafen Europas zu besitzen. Längst ist die jedoch viel mehr als das. Sie zu besuchen, ob nun für einen Tag oder gleich einen ganzen Urlaub, lohnt sich in jederlei Hinsicht.

Im Mittelalter hätte vermutlich keiner der wenigen Siedler geahnt, dass die kleine Ansammlung von Hütten, die sie am Ufer des Flusses Rotte errichtet hatten, einmal zu einer wichtigen Handelsmetropole werden würde. Doch genau dazu ist das kleine Fischerdorf geworden – und noch dazu die zweitgrößte Stadt der , das kulturelle Zentrum des Landes und die Stadt mit dem drittgrößten Hafen weltweit.

Der Weg in die Moderne war steinig, doch die Hindernisse der Vergangenheit haben die Stadt, deren Kultur und das Lebensgefühl der Menschen geprägt.

Die Geschichte Rotterdams

 

Im Jahr 1340 erhielt Rotterdam die Stadtrechte. Ab diesem Zeitpunkt wuchs und gedieh die kleine Fischersiedlung. Die geographische Lage war ausgesprochen günstig: Die Stadt hatte eine Verbindung zum Meer, die im 19. Jahrhundert durch den Bau des Nieuwe Waterwegs perfektioniert wurde. Doch auch vorher war Rotterdam bereits lange Zeit das bedeutende Seefahrtszentrum der Niederlande, von dem aus Handel betrieben wurde und Kriege ausgetragen wurden. Während der Industrialisierung des Ruhrgebiets erreichte die Stadt ihre vorerst glanzvollsten Jahre. Dann kam der Tiefschlag:

Im Zweiten Weltkrieg, am 14. Mai 1940, fiel Rotterdam einem Luftangriff der Deutschen zu Opfer. 260 Hektar Stadtfläche wurden zerstört. Zahlreiche Menschen starben, bis auf die größeren, massiveren Verwaltungsgebäude wurden sämtliche Häuser auf der betroffenen Fläche spätestens bei den durch den Bombenangriff ausgelösten Bränden dem Erdboden gleichgemacht. Einige Jahre später wurden weite Teile des Hafens bei einem abermaligen, jedoch kleineren Luftangriff zerstört.

Rotterdam hat diese Katastrophe noch immer nicht vergessen, das ist deutlich spürbar. Man merkt es an der resoluten Art der Menschen, an dem rasanten Tempo, in dem die Stadt wieder aufgebaut und der Hafen zum größten Hafen Europas wurde. Vor allem die Architektur lässt auf die Vergangenheit schließen: Die Gebäude sind jung, modern, das Stadtbild wird vor allem durch Hochhäuser dominiert. Das ist jedoch gewollt und passt außerdem gut zu dem Image der reichen, bedeutenden Handelsstadt, die Rotterdam heute ist.

 

 

Der Hafen heute

 

Rotterdams Hafen nimmt etwa 100 km² Fläche ein und trägt wesentlich zum niederländischen Bruttoinlandsprodukt bei. Etwa 320 000 Arbeitsplätze gibt es hier. Der Hafen ist ein bedeutender Handelspunkt für Erdöl, Kohle und Obst und Gemüse.

Für Touristen sind die Welthafentage besonders interessant um den Hafen kennenzulernen und zu erkunden. Das Festival verbindet hier kulturelle Unterhaltung mit Informationsveranstaltungen über das Hafengebiet.

 

Kulturelles

 

Rotterdam hat sich mit der Zeit neben Amsterdam und Den Haag zum Kulturzentrum der Niederlande gemausert. Das Angebot ist vielfältig. Zahlreiche und Ausstellungen warten darauf, besucht zu werden – zu allen erdenklichen Themen.

Vor allem die Architekturszene ist, wie bereits angedeutet, groß. Obgleich die Stadt im Vergleich zu anderen Metropolen auf Fläche und Einwohner bezogen nicht sehr groß ist, hat sie eine unglaubliche Skyline. Demzufolge lohnt sich auch das Besteigen des Euromast, dem in den 50er Jahren errichteten, 185 m hohen Aussichtsturm. Von hier aus kann man das gesamte Stadtgebiet überblicken und das Wahrzeichen Rotterdams, die Erasmusbrücke, betrachten. Insbesondere bei Nacht ist das ein unvergessliches Erlebnis.

Wer Rotterdam vor allem wegen seiner architektonischen Vorzüge bereist, sollte außerdem dem Niederländischen Architektur Institut einen Besuch abstatten. Hier kann man alles über die Gebäude der Stadt und die in Rotterdam angesiedelte Szene erfahren.

Auch Kunst– und Theaterliebhaber kommen auf ihre Kosten. Im Museum Boijmans van Beuningen befindet sich eine bedeutende Kunstsammlung mit wertvollen Stücken aus zahlreichen Kunstepochen. Kleine Galerien und Ateliers finden sich überall.

Für Shoppingbegeisterte ist die Innenstadt ein Traum:

Die Geschäfte haben auch an Sonntagen geöffnet. Neben großen und bekannten Modeketten gibt es hier auch kleine Designerbotiquen und alternative Läden, in denen man nach Schätzen suchen kann.

Rotterdams Kultur ist perfekt um sich darin zu verlieren. Fernab vom touristischen Treiben kann man kleine Lokale aller erdenklichen Nationalitäten besuchen, sich auf die Suche nach den kleineren Theatern machen, die neben dem Alten und dem Neuen Luxor Theater ein alternativeres Programm bieten und in die für ihre musikalische Qualität bekannte Clubszene eintauchen. Von der Vielfältigkeit und dem innovativen Geist der Stadt waren schon viele Touristen begeistert.

 

 

Wer sich zunächst einmal mit den Attraktionen Rotterdams vertraut machen möchte, kann dies mithilfe der historischen Straßenbahn tun. Diese fährt alle 45 Minuten und passiert alle wichtigen und interessanten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Bei Interesse hat man die Möglichkeit, auszusteigen und die Gegend zu erkunden, anschließend kann man wieder in die nächste Straßenbahn einsteigen. Dies hat den Vorteil, dass man nicht nur von Attraktion zu Attraktion läuft, sondern auch das Stadtbild auf sich wirken lassen kann.

Eine interessante architektonische Sehenswürdigkeit stellen die sogenannten Kubushäuser dar. Es handelt sich hierbei um einen von dem Architekten Piet Blom entworfenen Wohnblock. Seine Idee war, würfelförmige Wohnhäuser um 45 Grad zu neigen, sodass sie auf einer Spitze stehen. Dementsprechend gibt es in den Wohnungen keine geraden Wände, für die Bewohner eine Herausforderung, bei der höchste Kreativität gefragt ist.

Eine der Wohnungen kann auch besichtigt werden und zieht Tag für Tag zahlreiche Touristen an.

Für Familien mit Kindern lohnt sich vor allem ein Besuch in der Miniworld Rotterdam. Hier befindet sich eine überdachte Modellanlage, die detailliert die niederländische Landschaft zeigt – mitsamt Windmühlen, Modelleisenbahnen und Schiffen. Auch Rotterdam kann man hier in der Miniaturausgabe betrachten. Ein weiterer Tipp für Reisende mit Kindern ist der wunderschöne Zoo, in dem man die verschiedenen Kontinente durchlaufen kann und allerlei exotische Tiere entdecken kann.

Wer eine Stadtrundfahrt der außergewöhnlichen Art erleben möchte, greift auf Splashtours zurück. Ab dem Stadtzentrum fährt ein Bus über die Erasmusbrücke in Richtung Maas. Am Fluss angelangt fährt der Bus ins Wasser und funktioniert als Boot weiter. Der Bus wurde speziell entwickelt und ist optimal für eine aufregende und spaßige Stadtführung geeignet, bei der man Rotterdam vom Wasser und vom Land aus besichtigen kann.

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4 Responses to “Rotterdam”

  1. […] auch für gediegenere Radtouren bietet sich Holland an. In den größeren Städten findet man – typischerweise im unmittelbaren Umfeld der Bahnhöfe – Leihräder. Diese können […]

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