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Kinderdijk

– nur ein kleines Örtchen?

 

Während eines -Urlaubs ist der Besuch des kleinen Örtchens Kinderdijk, der sich 15 km  südöstlich von Rotterdam befindet, nahezu verpflichtend. Inmitten einer atemberaubenden Flusslandschaft säumen insgesamt 19 Windmühlen die Wege Kinderdijks. Fast gigantisch ragen sie aus dem Grün der Umgebung hervor und sorgen vor allem bei untergehender Sonne für eine romantische, aber auch fast bedrohliche Stimmung. Es ist nicht verwunderlich, dass diese Mühlen einerseits zu den bekanntesten Attraktionen in den Niederlanden gehören, andererseits 1997 zum erklärt wurden.

Erbaut wurden sie 1738, um das Wasser aus den angerenzenden Poldern und daraufhin in den zu pumpen. Unter Poldern versteht man hauptsächlich Bereiche, die von Wasser überwässert und von Deichen umgeben sind, um eine Überflutung der Umgebung zu verhindern. Die Mühlen bestehen aus Holz und beherbergen ein Schaufelrad, das sich bei einer einzigen der Mühlen, die den Spitznamen „De Blokker“ trägt, außerhalb befindet. Diese Mühle, auch „Blokweerse Molen“ auf dem Polder Blokweer genannt, musste schon oft gegen Feuer ankämpfen, zuletzt 1997 aufgrund von Brandstiftung. Dennoch wurde sie 2001 wiederaufgebaut und restauriert. Während sich die meisten der Mühlen in Privatbesitz befinden und zum Teil sogar noch bewohnt sind, ist eine zwischen März und Oktober täglich von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr gegen ein kleines Entgelt für Besucher geöffnet. Menschen mit Höhenangst werden sich womöglich vor den steilen Treppen innerhalb der Mühle fürchten, doch entschädigen die Aussicht, die Ausstellung in den Räumen und die Bauweise für alles.

 

Auch wenn die Mühlen heute das Wasser nicht mehr selbst abpumpen, da die Arbeit von Elektropumpen übernommen wurde, sind sie nach wie vor ein beliebter Besuchermagnet. Ihre historische Funktionsweise ist nach wie vor präsent, denn sie werden an besonderen Tagen wie dem Landesweiten Mühlentag, dem , für die Besucher in Betrieb genommen.

 

Doch nicht nur Kinderdijk fällt im Herzen Südhollands auf, sondern auch die vielen Weiden mit ihren dort grasenden Schafen und Kühen, Bauernhöfe, Deiche und Flüsse, die sich in der Landschaft zwischen kleinen Dörfern entlang strecken und blühende Obstgärten, die für diesen Teil der typisch sind. Für Fotografen empfiehlt sich der Besuch Kinderdijks vor allem in den Nachmittagsstunden, da der Himmel sich dann in Orange- und Rottönen einfärbt. Zur Mittagszeit steht die Sonne zum Fotogarfieren ungünstig über den Windmühlen. Da sich das Gebiet zwischen den Flüssen Lek und Merwede befinden, ist auch eine Kanalfahrt mit dem Boot möglich, die eine neue Perspektive auf die Mühlen ermöglicht.




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